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Sonntag, 26. Juni 2011

SINN ODER UNSINN


Bierzeitung Seite 21

verlorene zeit? zersprengt von stratosphären,
opfer des ion - : gamma-strahlen-lamm -
teilchen und feld - : unendlichkeitschimären
auf deinem stuhl am wissensstamm.
wer weiß, wer weiß, der weiß
was wissen wir, was wollen wir wissen, wissen wir was wir wollen ?
wollen .. wille .. wilde .. wildl ..
grab .. grub .. grubel .. glubl ..
- - wildlglubel - -
mmmh physik ...
man nehme:
elektronen ...
dann ...
hat der verzweigungspunkt A nahezu massepotential.
am widerstand R1 liegt somit die gesamte eingangsspannung Ue.
an R2 liegt die gesamte ausgangsspannung Ua.
da sich der strom in A praktisch nicht aufteilt, fließt der
eingangsstrom Ie auch im widerstand R2 ...
so geht es ... stundenlang,
jürgen mit neuen ideen krönt das programm
und max mit eisenbahn am fahrzeugdamm:
wird einem angst und bang ?
schülerübung - wo ist plus ?
in drei tagen dreizehn kapitel,
gibt es ein ideales mittel ?
wer wissen will, der muß ...!
eisenbahn und schiffe
heiserkeit und "blut und sand",
eine klasse außer rand und band ?
... achtung riffe !
so steht zum schluß am rechten platz
der unumstößlich wahre satz:
die zeit ist um, der tag vorgeht,
für dieses jahr ist es zu spät.

Sonntag, 30. Januar 2011

Bierzeitung Seite 19

Wissen Se,
wir haben einen Lährer,
der heißt nicht nur fromm, der ist es auch,
und zwar evangelisch;
er fühlt sich noch jung und modern,
aber was will er auch machen,
wenn er von moderner Theologie überzeugt sein will.
Na ja, wenigstens gibt er nur anständige Zensuren.
Und dafür bedanken wir uns bei ihm.


Stundenprotokoll einer Biologie-Stunde

Pünktlich zu Beginn der Stunde
Ist's bereits in aller Munde:
Dr. Meng ist heute leider nicht da
und man fragt sich, ist das wirklich wahr,
denn Bio Stunde nach Bio Stunde fällt aus.
Und traurig sieht's mit unseren Zensuren aus.
In einem Halbjahr der Stunden viere
reicht leider nicht für die Kunde der Tiere.
Und wir Schüler hoffen,
daß noch alles offen,
und daß er am Ende der Kur
zugunsten der Schüler hebt die Zensur.

Samstag, 22. Januar 2011

Bierzeitung Seite 18

U N S E R E K L A S S E

Dem einen Marx, dem andern Hegel,
das ist für sie was für uns Schlegel.
Auch liebt die Göttin Musica
allzeit das Münch'sche Brüderpaar.

In London war Gerd groß in Fahrt,
das Abi er verfluchet hat.
Zu Hause ist er doch solide,
wenn auch in keinster Weise prüde.

Der Alkohol schlägt ihn oft nieder,
ansonsten ist der Dieter bieder,
doch sollte man zur Ehre sagen,
ein bißchen kann er auch vertragen.




Der Thomas ist ein ganz schön schlimmer,
seine Haare waren die längsten immer.
Am Bund da kommt er nicht vorbei,
für ihn 'ne schöne Schweinerei.

Wenn in der Pause Schlägerei,
so Frank und Burkhard stets dabei.
Waren sie auch in der Schule gut,
sie lechzten nach des andern Blut.

Der Theo ist das größte Kind,
was man in unsrer Klasse find.
Er hält sich zwar für 'nen Charmeur,
doch eher geht's Kamel durch's Nadelöhr.

Samstag, 8. Januar 2011

Bierzeitung Seite 17

U N S E R E K L A S S E (Teil 2)

Der Kahl, der liebt den Alkohol
und ist ihm danach auch nicht wohl,
in Mathe ist er stets ein Ass
und leert er noch so'n großes Faß.

Und plötzlich aus Amerika
war'n Kühn und Karasch wieder da.
Unser Trupp der fehlte ihnen
mehr als jetzt die Ami-Bienen.

Ein Jäger ist er aus Passion,
den Doppelkopf den hat er schon,
auf Zähne da studiert er ma',
ja, das ist unser M2K.

Die Kunst die hat's ihm angetan,
dem Lutz mit seinem langen Haar'n,
als Witzbold war er auch bekannt,
dem Elvis zuckte oft die Hand.

Die SPD hat ihn gefangen,
auch hat er nach Physik Verlangen,
der Kalle, das ist ein Genie,
den Funkerton vergißt er nie.

Die Haare das sind seine Pracht
und wieviel Arbeit das ihm macht,
dem Ralf ist dies doch ganz egal,
die Frauen, die sind seine Wahl.

Der Eisenbahner Moldenhauer
ist ein ganz besonders fauler.
Im Grunde ist er ein Genie,
kalte Füße kriegt er nie.

Samstag, 1. Januar 2011

Bierzeitung Seite 13-15






Den Schülern-störrisch im Geschäfte
verleiht der Lehrer neue Kräfte.




Ein kleiner Schlag auf den Hinterkopf
erhöht das Denkvermögen.



Bierzeitung Seite 14


Bierzeitung Seite 15

Freitag, 31. Dezember 2010

Eversmeier

Waren die Hausmeier schon eine Plage für die zivilisierte Welt, so ist die böse Erwartung, die einem beim visionieren des Namens E V E R S M E I E R befällt durchaus nicht in der Art und Weise erfüllt, als daß man sie bestätigt fände.

Erklingt sein durch wilde, leicht surreal angehauchte Gestik unterstütztes "Herrr äääh... ", setzt dies den Schüler in den Zustand des Wohlseins, aus dem er wieder durch die Erklärung hinausgeworfen wird, daß er die Fachlehrer puken machen würde wie an old horse. Sind die Stunden von einer Reihe von Auflockerungen durchzogen, inspiriert nicht allein durch seine Gestik, als vielmehr durch sein überaus reiches Wissen an Anekdoten, so ist diese Kombination schlichtweg ideal.



aus der Bierzeitung (Seite 12)


What are the differences between the Scotch, Irish, Welsh and English?

The Scotch loves his country but he doesn't live in it.

The Irish doesn´t know what he wants but he will die for it.

The Welsh prey (pray) on his knees and on his neigbours.

The English is a self-made-man who prays to his maker.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Bierzeitung Seite 10


Bierzeitung Seite 10

Als wir zum Nationalsozialismus kamen, wurden uns folgende tiefschürfende Weisheiten mitgeteilt:

Ulrich: "Ich hatte zur Zeichnung der NSDAP keinen braunen Stift zur Verfügung."
Der F.L.: "Es gibt eben Leute, die sind immun dagegen."


"Hitler hatte es bei den Konservativen schwer, denn er war Prolet verglichen mit Kaiser´s."


"Geistliches"
(gesammelte Werke Seppels)

Schulgottesdienst:
"Wenn man jung ist, ist es nicht so häufig, daß man stirbt."

Bekenntnis eines Geistlichen im Schuldienst:
"Ich heiße Adolf Hitler und habe 6 Mill. Juden vergast."

Dienstag, 28. Dezember 2010

Die Kaffeegesellschaft

Bierzeitung Seite 8

MITTEILUNG DES HANDELSGERICHTES GROSS BOCHUM

Löschung der international anerkannten
KAFFEEGESELLSCHAFT m.b.H. & Co. Kg.
4630 Bochum, Uhlandstr. 2. Pavillon rechts
Haftbares Kapital: 1,50 DM
Gerichtstand Bochum

Gesellschafter:
  • Michael K.-K.
  • Helmut M.
  • Thomas S.
Die Gesellschaft wird mit sofortiger Wirkung gelöscht.
Das Geschäftsinventar wird meistbietend versteigert.



Eine seltsame Kaffeegesellschaft

Die Witwe Frau von Gänseschwein
Die lud sich die Gesellschaft ein.
Die neulich auf dem Forsthaus war
Bei einem Kaffee wunderbar.
Es sitzen da an einem Tisch:
Herr Fisch Fischent und Frau Entenfisch,
Herr Hahnenhund, Frau Schnauzerhuhn,
Die wollen sich recht gütlich tun:
Dazu kommt noch Frau Schlangenspatz,
Mit ihrem Freund Herrn Ratzenkatz.
Sie trinken viele Tassen leer.
Es schmeckt der gute Kuchen sehr.
Dann lecken sie die Teller rein
Und putzen sich die Mäuler fein.
Sie Grüssen sich und sagen:
"Auf Wiederseh´n in acht Tagen".

Quelle:
http://www.sw.fh-koeln.de/~bilderbuch

Montag, 27. Dezember 2010

Flucht in London


Zeichnung von Jan G.

Bierzeitung Seite 7

Wer flieht da nachts vor dunklen Gestalten in den Vororten von London?

Londoner Überraschungen
(frei nach Busch)

Stets findet Überraschung statt,
Da, wo man's nicht erwartet hat.

Doch das dieselbe überall,
Grad angenehm ist nicht der Fall.

Gar oft erschreckt uns einer sehr,
zwei Asiaten noch viel mehr.

Bierzeitung Seite 4-5

Seite 4
Es gibt Lehrer über die man Bücher schreiben könnte, und wenn man alles das schreiben würde, was man dächte, dann wurde man sich deren Feindschaft auf immer zuziehen, oder sie würden den Lehrberuf sofort verlassen.

Dieses soll unsere Aufgabe aber nicht sein. Das mögen andere machen, wir wollen vielmehr Weise in Weisen über ihn urteilen lassen.

(Wir)
Herr Keipert hat uns viel gelehrt,
Die Frage ist: wozu?
Hat er das Wissen uns vermehrt?
So läßt's uns keine Ruh‘.

Ob Anapäst, ob Daktylus,
immer hieß es: muß muß muß!
Und sind wir nun am Ende,
so reiben wir die Hände.

Die Germanistik hat nun Ruh,
wir steuern andren Zielen zu.
Das Lesebuch wir können nun
ganz hinten in den Schrank 'reintun.


Das Keipert stand am Meere...
(sehr frei nach Heinrich Heine)
Der Keipert stand am Meere
und seufzte lang und bang
es reizte ihn so sehre
der Klasse Untergang.

Mein Liebster! sein sie munter
das ist ein altes Stück
wir gehn so schnell nicht unter
eher bleiben sie zurück
(oder werden sie verrückt)

Seine Einstellung gegenüber Schülern
(anlehnend an J. W. Goethe)

Ein großer Teich war zugefroren
die Schüler in der Tiefe verloren,
durften nicht ferner quaken noch springen,
versprachen sich aber im halben Traum;
fänden sie da oben nur etwas Raum,
wie Nachtigallen wollten sie singen.

Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
nun ruderten sie und landeten stolz
und saßen am Ufer weit und breit
und quakten wie vor alter Zeit.

Seite 5



















Ich soll ein Protokoll für unsere dämliche Bierzeitung schreiben. Protokoll der Physikstunde, so lustig und den Pauker auf den Arm nehmen, und so!

Bin ich blöd?
Für so'n Mist geb' ich mich doch nicht her! Ha! Wäre ja noch schöner! Verdammt nochmal, ich hab keine Lust ein Protokoll zu schreiben!!

Da vorne an der Tafel haben sie was von Relativität und Masse und so. Blödsinn! Alles Sch... ! Versteh‘ sowieso kein Wort.

Ich schreib kein Protokoll, kapierst du das nie, he? -Was? – Wie? - Gemeinschaftssinn - und Klasse und so?

Red nicht so einen Blödsinn! Alles Quatsch, du Idiot! ...
- Eigentlich hat er ja irgendwie recht.... – Vielleicht sollte ich ...... Also:

Im Augenblick wird an der Tafel eine Rechnung durchgeführt, die uns zu dem Term

m/mo = Wurzel(1-vz/L2) = k führen soll.

Um dieses Ziel ...

Scheiße, versteh ja doch kein Wort! Die können mich alle:
Ich schreib kein Protokoll! Nein, nein, niemals. Ihr bringt mich zur Verzweiflung. Haltet doch die Schnauze!

Ich schreib kein.... Wie? Was? Ach du Scheiße.
Jetzt hat der Pauker mich zu einem Protokoll verdonnert, weil ich so laut geschrien hab ...
Verdammt, der kann mich mal!

Hab doch wohl klar uns deutlich gesagt, daß ich kein Protokoll ...
Der kann mich mal so! ... Puh! Aeh! ...

Tja, wird ich wohl doch. Nun ja, also, äh: Stundenprotokoll:

Jetzt schellts!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Die Bierzeitung 1974


Bierzeitung Deckblatt von Jan G.

Hiermit stellen wir noch einmal die "legendäre" und verschollen geglaubte Bierzeitung, das "offizielle Organ" der OI m1 vor.

Unser Dank gilt insbesondere dem Nachlassverwalter Ulrich E. aus B., der uns das wertvolle Stück selbstlos zur Verfügung gestellt hat. Und natürlich der damaligen Redaktion mit Michael K.-K. und Joachim G. sowie verschiedenen Schülern der OI m1. Die graphische Gestaltung übernahm damals unser Jan G.

Erschienen 1973/74 bei der Rathausdruckerei Bochum

Seite 1
Texte leider nur sehr schwer zu entziffern, daher noch nicht vollständig verfügbar.

Anleitung zur Erlernung des Eversmeierschen Grusses nebst einem wissenschaftlichen Kommentar; der vollständiger Text folgt ...

Seite 2

 Texte leider nur sehr schwer zu entziffern, daher noch nicht vollständig verfügbar.

Anleitung zur Erlernung des Eversmeierschen Grusses nebst einem wissenschaftlichen Kommentar - TEIL 2.
"Wieso er allerdings dann aus dem Kulturleben verschwand, wissen wir noch nicht zu sagen."

Vollständiger Text folgt ...

Seite 3    

Ein Mensch, der Mathematik studiert,
der war des öft'ren sehr frustriert
als er in uns're Klasse kam
und uns're Kenntnisse vernahm.
Er müht sich ab und plagt sich sehr
doch'n Resultat kam nimmermehr.
Dem Menschen nun, als er dieses sah,
wurd' mit einmal die Sache klar:
statt Unterricht in diesem Haufen
tät lieber er ein Bierchen kaufen.
   
12.3.1974      3. Std.
Der Mathelehrer Pieper war
glücklicherweise mal nicht da,
doch statt ner schönen Kiste Bier
gab Jost uns 'ne andre Zier,
so wurd es in der Klasse eng,
Vertretungslehrer war Herr Meng.

(und das in der Oberstufe!)
   
UvD: "Alles sieht mir an!"
Spieß, verbessernd: "Alles sieht mich an."
UvD: "Jawohl, alles sieht den Herrn Feldwebel an."
"Nein, so war es nicht gemeint, alles soll den Herrn Unteroffizier ansehen."
"Gut, dann sieht alles wieder mir an."

Kleiner Vorgeschmack auf das Bundeswehrdeutsch